Wie viele Eltern und Fußballfans standen Sie vielleicht schon einmal vor dem Dilemma: Soll es ein Kinderkicker werden oder ein ausgewachsenes Turniermodell? Beim Tischkicker kaufen lauern mehr Fallstricke, als man denkt. Wer einmal erlebt hat, wie Onkel Jörg beim Familienfest den Ball auf einem Wackelgestell aus dem Tor schießt und dabei fast den kleinen Felix vom Stuhl pfeffert, weiß: Der Kauf will gut überlegt sein.
Ein grundlegender Punkt: Wer spielt darauf? Für die ganz jungen Kicker reichen leichtere, kleinere Modelle. Mit Tischkicker meine ich hier wirklich kompakte Varianten, zum Teil sogar faltbar. Sie sind günstiger, nehmen weniger Platz ein und verzeihen so manche beherzte Fußballaktion. Meist reichen beim Einsteigermodell Materialien wie MDF oder Kunststoff. Kein Mensch erwartet da, dass man zwei Stunden am Tisch stehen bleibt und als Profi herausgeht.
Doch schnell kommt das Alter, in dem der Nachwuchs seine Kräfte misst und Freunde einlädt. Jetzt merkt man: Der günstige Kinderkicker gerät an seine Grenzen. Die Tore klemmen, die Figuren stehen krumm und der Tisch rutscht über das Parkett wie ein Puck auf glattem Eis. Das sorgt mindestens für Augenrollen, wenn nicht für Tränen.
Wer regelmäßig spielt oder ambitionierte Kids zuhause hat, greift besser zu einem Turniermodell. Da bewegt sich dann auch Papa in fairen Verhältnissen. Ein solider, schwerer Tisch, stabile Beine, Lager der Stangen mit Kugellagern und Spielfeldränder aus hochwertigem Laminat – das macht nicht nur optisch was her. Ein gutes Turniermodell bringt mindestens 70 Kilo auf die Waage. Die Stangen laufen leicht, aber der Tisch bleibt wie angenagelt stehen.
Wichtig ist aber nicht nur das Material. Überlegen Sie, wie viel Platz Sie wirklich haben. Ein Kicker braucht in voller Größe mitsamt Spielern an den Seiten gern über zwei Meter Breite. Überfällt Sie beim Ausprobieren im Laden der Wunsch nach einem Riesenmodell, fragen Sie Ihr Wohnzimmer lieber nochmal freundlich nach einem Dialog auf Augenhöhe. Ist der Platz beschränkt, könnte ein klappbares Modell Abhilfe schaffen.